Prokrastination + Neujahr. #MotivationsMittwoch

Tim Urban at TED2016 – „Inside the mind of a master procrastinator“

…es ist spät und ich habe einen ziemlich langen Tag hinter mir. Und dabei spreche ich nicht nur vom Aufstehen um 04.25h. Ich habe heute Diskussionen hinter mir, die meine Nerven ganz schön strapaziert haben. Es ist jetzt 23.58h. Und ich habe zwei Punkte, die ich mir für heute vorgenommen habe, vertagt. „Machste halt morgen“ – sagt mir da meine innere Stimme und der kleine Affe in meinem Kopf freut sich schon auf die Schlafphase, die sowieso jetzt schon zu kurz ausfallen wird. Als wäre der Tag morgen länger. Bullshit. Und genau das nervt mich gerade. Aufschieben. Neu terminieren.

Man merkt schon: Heute könnte ich einen perfekten MeckerMontag schreiben, abervon motivierenden Gedanken bin ich weit entfernt. Ich werde mürrisch und antworte einem Menschen zickig per whatsapp, der gar keine Schuld an meiner Unzufriedenheit hat. Absolut keine der Motivationsreden, die ich mir per Lesezeichen abgespeichert habe, catched mich gerade. Und dann komme ich auf ein Video, das mich fesselt. Eben weil es gerade meine Situation widerspiegelt.

Der Tag hat 24 Stunden, jeden Tag. 1440 Minuten, die man täglich auf’s Neue nutzen kann. Oder auch nicht. Aber die Zeit läuft. Unwiederbringlich.

Das hört sich jetzt hochtrabend an, aber es handelt sich bei diesen Tagen, Stunden und Minuten um die Zeit dieses einen Lebens. Niemand von uns lebt in einer Testversion, um mal auszuprobieren wie sich das mit dem leben so anfühlt und kann sich zurückzulehnen und alles ewig aufschieben. Und trotzdem erwische ich mich dabei genau das immer mal wieder zu tun, gerade jetzt – zwei Wochen bevor das neue Jahr beginnt. So ein neues Jahr ist ja auch etwas Magisches. Da setzt man alles einmal auf „Reset“ und startet neu. Mit vielen süßen Vorsätzen, die in der Gesamtheit oftmals sowieso zu ambitioniert sind, um sie wirklich zu befolgen. Und versteht mich nicht falsch – Vorsätze sind auch ganz großartig, weil sie meist das Ergebnis der eigenen Reflektion sind. Man kann sich gar nicht genug reflektieren und an sich selbst arbeiten wollen. Deshalb habe natürlich auch ich Vorsätze für 2018 :)

Aber warum startet man mit seinen Wünschen, Träumen oder schlichten Vorhaben nicht einfach… JETZT? Irgendwann ist die Zeit abgelaufen und man merkt, dass etwas zu spät ist. Jeden Tag nutzen. Wenig schieben, viel umsetzen. Schritt für Schritt. Und immer nur in dem Maß, in dem es glücklich macht. Genau in diesem Prozess befinde ich mich gerade.

Das kann die erste Reise in eine fremde Stadt sein, die man ganz allein auf sich nimmt oder auch eine Entscheidung, die man genau jetzt treffen und umsetzen kann. Das angesteuerte Ziel muss einfach leuchten. Wenn man etwas wirklich will und das Ziel ein inneres Bedürfnis ist, dann schafft man es auch, es zu erreichen.

Grüner wird’s nicht. 

 

 

Ein Gedanke zu “Prokrastination + Neujahr. #MotivationsMittwoch

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