#aftermath – SuperBowlLII

#FootballFreitag oder #Meckermontag? Vor allem der erste Sonntag ohne NFL. Womit fange ich nach d e m Jahresevent im American Football überhaupt an?
Ich war platt. Nachdem meine Emotionen sich während des Spiels irgendwo zwischen Erstaunen, aber absolutem Vertrauen!  und Wut oder doch Verzweiflung? munter abwechselten, habe ich mich doch nochmal entschieden für ’ne Stunde zu schlafen, ehe es wieder zur Arbeit ging. Die Emtionen tanzten wild – einmal aufgrund des Spiels an sich und schlimmen deutschen Werbespots, aber auch die Hasskommentare von einigen Mitguckern färbten mein Gemüt nicht gerade positiv.

Während ich letztes Jahr das Patriots-Shirt nach dem Spiel mit einem Blazer bürotauglich gemacht habe und voller Stolz und Euphorie -trotz des Schlafmangels- durch das Gebäude tingelte, war dieses Jahr alles anders. Meine Erkältung kam morgens nochmal so richtig zum Vorschein und ich war mittags froh einfach nur ins Bett zu fallen. Von Energie war in meinem Körper nichts mehr zu spüren. Spieltechnisch habe ich aus dem letzten Jahr aber eines definitiv mitgenommen:

Entspann‘ dich. Lass‘ alle reden. Am Ende wird alles gut.

Und irgendwie war das Endergebnis dann doch nicht so, wie ich es mir gewünscht habe. Was aber viel schlimmer war? Die Schlagzeilen nach Ende des vierten Quarters:

  • „Bittere Niederlage für Tom Brady und die New England Patriots“
  • „Brady am Boden“
  • „Foles entzaubert Brady“

Are u kiddin‘ me?

Vor allem die letzte Schlagzeile hat mich rasend gemacht. Wir sprechen hier von 506 Passyards, die Tom Brady da gezimmert hat und 3 Touchdowns. Ich will Foles Leistung überhaupt nicht schmälern (373yards, 3TDs, 1 gefangener TD) – zu Recht MVP des Spiels, keine Frage. Aber warum wird medial gleich wieder die Superkeule geschwungen und maßlos übertrieben? Ist es nicht fast schon dreist einen BackUpQuarterback mit einer Legende vergleichen zu wollen? Und nein, Tom Brady saß nicht schon während des letzten Viertels auf der Bank mit gesenktem Kopf und hat den Sieg bereits abgeschrieben  – so wie es munter andiskutiert wurde. Meine Interpretation? Der war komplett im Moment. Fokussiert bis zur letzten Sekunde. Weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft.

 

https://www.instagram.com/p/Be0Pp8_lOUm/?taken-by=gisele

Was definitiv auch im Gedächtnis bleibt? Die großartige Halbzeitshow von Justin Timberlake. Da lasse ich mich auch null beirren – der Typ ist der Wahnsinn. Frech mit wie viel Ausstrahlung und Talent dieser Mann gesegnet ist.

via youtube.com/nfl

 

Das Outfit war diskussionswürdig. Reindeershirt süß, Camouflage-Jacke sehr cool, Halstuch unnötig. Aber Sneakerfreunde haben definitiv auch gefeiert.

Natürlich gab’s auch wieder bad blood. Für ‚Rock Your Body‘ wurde Justin öffentlich kritisiert. Es ist das Lied, das er zusammen mit Janet Jackson in der halftime-show 2004 bereits performte und das als „Nipplegate-Skandal“ im Bewusstsein geblieben ist. Fans wünschten sich, dass auch sie wieder mit auf der Bühne stehen sollte, Timberlake machte allerdings sein eigenes Ding. Und das ziemlich gut.

Der Eröffnung mit „Filthy“ aus seinem neuen „Man of the Woods“-Album folgten aus „Justified“ Songs wie „Cry me a river“ und „Rock your body“ sowie ‚SexyBack‘, „My Love“ und „Until the End of Time“ von „FutureSex/LoveSounds“ oder „Can’t stop the feeling“. Ganz abgesehen von der großartigen Hommage an den verstorbenen Prince. Und ganz nebenbei? Wer hat Tickets für eine seiner Shows ergattern können? Moi. #keinGrundzumMeckern

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Fazit des SuperBowl 2018?

Energiegeladene Nacht, die sportlich definitiv nachwirkt und in der Kategorie Schlafmangel zumindest noch ein bisschen seine Spuren hinterlassen hat. Ganz zu schweigen von den deutschen Werbespots, die sich leider ins Hirn gebrannt haben.

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