Wenn der Sonntagskrimi auf grünem Rasen vorgezogen wird.

Schon lange habe ich nichts mehr erzählt, aber jetzt halte ich das Schweigen nicht mehr aus.

Soviel war klar: Letzten Samstag sollte es schon aufgrund der Sonneneinstrahlung hitzig auf dem Feld am Philosophenweg zugehen. Aber nicht nur wettertechnisch waren die Vorbedingungen klar umrissen – Noch nie hatten die Hildesheim Invaders gegen die Kiel Baltic Hurricanes siegreiche Punkte einfahren können.

Der Start ins erste Quarter verlief für die Jungs aus Kiel wie geplant – die Defense lässt die Hildesheimer Offense noch nicht einmal zum 4. Spielzug kommen und heimst im Gegenzug mit der eigenen Offense gleich die ersten Punkte ein. Und das zog sich auch durch. Bis ins 4. Quarter zeigte das Scoreboard für unsere blau-gelben Jungs aus der Domstadt ausschließlich die von Luca Jeckstedt erschossenen 3 Punkte. Weniger Glück beim Schuss zwischen die Torstangen hatten da die Hurricanes – auch wenn die Distanz mit mehr als 40yards deutlich größer war als der Jeckstedt’sche 26yard-Schuss – 3 Mal daneben, sind 3 Mal kein Punktezuwachs auf der „Gäste“-Seite der Punktetafel. Das Kribbeln auf der Tribüne wurde nicht weniger. Im Gegenteil. Während das 3. Quarter punktelos verstrich und ich die ersten Stimmen auf der Tribüne „Lass‘ uns gehen. Das wird heute doch nichts mehr.“ vernommen habe – ging der Wirbelsturm richtig los. Ein Wirbelsturm in gelb-blau. Beim Stand von 09:14 und noch einer Minute auf der Uhr war es die Situation um den unvollständige Pass von unserem neuen Gesicht Tyler Johnson und die aufgrund einer Strafe gegen die Kieler Teamzone geworfenen Flagge, die mich fast wahnsinnig machte.

Neues First Down. Und das Stadion bebte.

2 Versuche später war er da: Der ersehnte Touchdown, der den Spielstand -ohne Extrapunkte- auf dem Scoreboard drehte – 15:14 für Hildesheim.

Aber war es nur das Spiel auf dem Feld, das so hitzig wie schon lange – vielleicht sogar wie noch nie zuvor war? Nein.

Es war ein Impulsgeber, der über seine eigentliche Rolle als Defense Coach hinausgewachsen ist: Winston Huggins lief unbeirrt an der Sideline auf und wieder ab mit der tiefsten körpersprachlichen Überzeugung, die ich je beobachten konnte. Und dann rollte sein „Let’s go Offense, let’s go“ von der Sideline die Tribüne hoch und erstreckte sich in dem -normalerweise sehr ungewöhlichen- Support der Hildesheimer Offense durch die Fans.

Dieser Moment, in dem die Jungs der Offense die der Defense anfeuern. Dieser Moment, in dem die Defense gute Spielzüge der Offense beklatscht. Und ein Publikum auf den Rängen, das alles aus den Stimmbändern, Tröten und Ratschen rausholt, was rauszuholen ist.

Diesen Gänsehautmoment möchte ich ab jetzt gerne öfter erleben.

In diesem Sinne: Auf in eine neue Gameweek mit identischem Gegner und Wetter – aber anderem Rasen. #InvadersFamily #GFL #KielBalticHurricanes

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